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L'elisir d'amore, Wiener Staatsoper, Großes Haus, Wien
Gaetano Donizetti

L'elisir d'amore

L'elisir d'amore, Wiener Staatsoper, Großes Haus, Wien

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Wiener Staatsoper, Großes Haus,
Opernring 2, 1010 Wien

Kategorie: Oper

Mit: Gianluca Capuano, Maria Nazarova, Bogdan Volkov, Davide Luciano, Otto Schenk


L'elisir d'amore, Wiener Staatsoper, Großes Haus, Opernring 2, 1010 Wien

Beschreibung

Musik: Gaetano Donizetti
Text: Felice Romani
→ Melodramma giocoso in zwei Akten
 
Es ist ein warmes, südliches Licht, in das Otto Schenk seine Liebestrank-Inszenierung taucht: Hier wird jene Geschichte von Adina und Nemorino erzählt, die seit jeher zu Donizettis größten Erfolgen zählt. Mit liebevollem Blick entwarf der Komponist eine ironisierte Dorfidylle mit genau gezeichneten Typen, die er in ihrem Glück und Schmerz stets anrührend ernst nimmt.


Adina, ist jung, reich – und belesen. Der mittellose Nemorino bewundert sie. Den Landleuten trägt sie eine rührende Version der Geschichte von Tristan und Isolde vor, die durch einen Liebestrank verbunden sind. Adina findet diese aber reichlich komisch. Nemorino, der sie – obwohl er nicht erhört wird – innig liebt, hat aufmerksam zugehört. Sergeant Belcore rückt ein und bezieht mit seinen Soldaten Quartier. Adina gegenüber gibt er sich galant, fordert aber gleich auch ihre Liebe. Die kapriziöse Adina lässt sich indes nicht so leicht gewinnen. Nemorino gelingt es, neuerlich zu beteuern, wie sehr er Adina liebe. Sie jedoch weist ihn zurück, sagt, frei und ungebunden bleiben zu wollen. Da trifft unter einigem Aufhebens Dulcamara ein, der sich als weithin berühmter Wunderdoktor ausgibt und seine Mittel gegen alle nur erdenklichen Leiden anpreist. Schließlich fragt Nemorino den Quacksalber, ob er auch einen Liebestrank mit sich führe. Dulcamara verkauft dem dankbaren Nemorino das begehrte Elixier. Dieses wirke aber erst nach 24 Stunden. Dulcamara hat dem ahnungslosen Nemorino nichts anderes als eine Flasche Bordeauxwein angedreht. Sogleich trinkt Nemorino davon, und seine Stimmung bessert sich merklich. Er gibt vor, an Adina desinteressiert zu sein. Nun möge sie um ihn werben. Diese plötzliche Sinnesumkehr ist Adina auch wieder nicht recht. Sie will herausfinden, ob Nemorinos Gefühle für sie tatsächlich erkaltet sind und erklärt kurzerhand, Belcore heiraten zu wollen, aber noch heute, da der Sergeant morgen Früh weiterziehen müsse. Nemorino, vorerst noch – auf sein Elixier bauend – siegessicher, ist nun völlig verdattert. So hat er sich die Wirkung des Liebestranks nicht vorgestellt.

Die Hochzeit wird vorbereitet. Der Notar erscheint mit dem Ehekontrakt, aber Adina will erst später unterzeichnen. Nemorino möchte von Dulcamara eine zweite Flasche des Wunderelixiers. Das ließe sich schon machen, falls Nemorino bezahlen könne, der aber besitzt keinen Groschen mehr. In seiner Verzweiflung lässt er sich von Belcore als Soldat anwerben und beschafft sich für das erhaltene Handgeld sofort die zweite Flasche. Der vermeintliche Liebestrank wirkt unerwartet schnell: Eine ganze Schar Mädchen umschmeichelt Nemorino. Das erstaunt ihn nicht sonderlich, hat er doch seinem Elixier bereits kräftigst zugesprochen. Allerdings ahnt er den wahren Hintergrund der wunderbaren Zuneigung nicht: Giannetta hat die bis dahin geheime Neuigkeit verbreitet, dass Nemorinos sehr begüteter Onkel gestorben sei und ihn als Alleinerben eingesetzt habe. Nemorino findet die Mädchengesellschaft äußerst angenehm. Adina ignoriert er, was deren Eifersucht weckt. Von Dulcamara erfährt sie, warum Nemorino sich hat anwerben lassen. Der Quacksalber bietet nun ihr den Liebestrank an. Sie aber lehnt ab, denn sie weiß ein besseres Mittel, um Nemorino, dem sie ja doch zugetan ist, zu gewinnen: ihre Augen. Nemorino glaubt, in Adinas Augen eine heimliche Träne gesehen zu haben. Liebt sie ihn etwa doch? Nach seiner schönen Romanze schenkt ihm Adina selbst Gewissheit: Sie gesteht ihm ihre Liebe und reicht ihm das Anwerbedekret zurück; sie hat Belcore das Handgeld zurückgezahlt und Nemorino freigekauft. Belcore findet seine Braut in den Armen eines anderen. Zwar ist er enttäuscht, aber er macht gute Miene zum bösen Spiel, denn für einen Soldaten wie ihn gäbe es Mädchen genug. Nemorino und Adina hören jetzt erst von der Erbschaft. Dulcamara nützt die Situation für sich. Er brüstet sich mit seiner Kunst, dank welcher Nemorino sowohl zu seinem Liebesglück als auch zu Vermögen gekommen sei.

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Wiener Staatsoper, Großes Haus,
Opernring 2, 1010 Wien

Kategorie: Oper

Mit: Gianluca Capuano, Maria Nazarova, Bogdan Volkov, Davide Luciano, Otto Schenk


L'elisir d'amore, Wiener Staatsoper, Großes Haus, Opernring 2, 1010 Wien

Beschreibung

Musik: Gaetano Donizetti
Text: Felice Romani
→ Melodramma giocoso in zwei Akten
 
Es ist ein warmes, südliches Licht, in das Otto Schenk seine Liebestrank-Inszenierung taucht: Hier wird jene Geschichte von Adina und Nemorino erzählt, die seit jeher zu Donizettis größten Erfolgen zählt. Mit liebevollem Blick entwarf der Komponist eine ironisierte Dorfidylle mit genau gezeichneten Typen, die er in ihrem Glück und Schmerz stets anrührend ernst nimmt.


Adina, ist jung, reich – und belesen. Der mittellose Nemorino bewundert sie. Den Landleuten trägt sie eine rührende Version der Geschichte von Tristan und Isolde vor, die durch einen Liebestrank verbunden sind. Adina findet diese aber reichlich komisch. Nemorino, der sie – obwohl er nicht erhört wird – innig liebt, hat aufmerksam zugehört. Sergeant Belcore rückt ein und bezieht mit seinen Soldaten Quartier. Adina gegenüber gibt er sich galant, fordert aber gleich auch ihre Liebe. Die kapriziöse Adina lässt sich indes nicht so leicht gewinnen. Nemorino gelingt es, neuerlich zu beteuern, wie sehr er Adina liebe. Sie jedoch weist ihn zurück, sagt, frei und ungebunden bleiben zu wollen. Da trifft unter einigem Aufhebens Dulcamara ein, der sich als weithin berühmter Wunderdoktor ausgibt und seine Mittel gegen alle nur erdenklichen Leiden anpreist. Schließlich fragt Nemorino den Quacksalber, ob er auch einen Liebestrank mit sich führe. Dulcamara verkauft dem dankbaren Nemorino das begehrte Elixier. Dieses wirke aber erst nach 24 Stunden. Dulcamara hat dem ahnungslosen Nemorino nichts anderes als eine Flasche Bordeauxwein angedreht. Sogleich trinkt Nemorino davon, und seine Stimmung bessert sich merklich. Er gibt vor, an Adina desinteressiert zu sein. Nun möge sie um ihn werben. Diese plötzliche Sinnesumkehr ist Adina auch wieder nicht recht. Sie will herausfinden, ob Nemorinos Gefühle für sie tatsächlich erkaltet sind und erklärt kurzerhand, Belcore heiraten zu wollen, aber noch heute, da der Sergeant morgen Früh weiterziehen müsse. Nemorino, vorerst noch – auf sein Elixier bauend – siegessicher, ist nun völlig verdattert. So hat er sich die Wirkung des Liebestranks nicht vorgestellt.

Die Hochzeit wird vorbereitet. Der Notar erscheint mit dem Ehekontrakt, aber Adina will erst später unterzeichnen. Nemorino möchte von Dulcamara eine zweite Flasche des Wunderelixiers. Das ließe sich schon machen, falls Nemorino bezahlen könne, der aber besitzt keinen Groschen mehr. In seiner Verzweiflung lässt er sich von Belcore als Soldat anwerben und beschafft sich für das erhaltene Handgeld sofort die zweite Flasche. Der vermeintliche Liebestrank wirkt unerwartet schnell: Eine ganze Schar Mädchen umschmeichelt Nemorino. Das erstaunt ihn nicht sonderlich, hat er doch seinem Elixier bereits kräftigst zugesprochen. Allerdings ahnt er den wahren Hintergrund der wunderbaren Zuneigung nicht: Giannetta hat die bis dahin geheime Neuigkeit verbreitet, dass Nemorinos sehr begüteter Onkel gestorben sei und ihn als Alleinerben eingesetzt habe. Nemorino findet die Mädchengesellschaft äußerst angenehm. Adina ignoriert er, was deren Eifersucht weckt. Von Dulcamara erfährt sie, warum Nemorino sich hat anwerben lassen. Der Quacksalber bietet nun ihr den Liebestrank an. Sie aber lehnt ab, denn sie weiß ein besseres Mittel, um Nemorino, dem sie ja doch zugetan ist, zu gewinnen: ihre Augen. Nemorino glaubt, in Adinas Augen eine heimliche Träne gesehen zu haben. Liebt sie ihn etwa doch? Nach seiner schönen Romanze schenkt ihm Adina selbst Gewissheit: Sie gesteht ihm ihre Liebe und reicht ihm das Anwerbedekret zurück; sie hat Belcore das Handgeld zurückgezahlt und Nemorino freigekauft. Belcore findet seine Braut in den Armen eines anderen. Zwar ist er enttäuscht, aber er macht gute Miene zum bösen Spiel, denn für einen Soldaten wie ihn gäbe es Mädchen genug. Nemorino und Adina hören jetzt erst von der Erbschaft. Dulcamara nützt die Situation für sich. Er brüstet sich mit seiner Kunst, dank welcher Nemorino sowohl zu seinem Liebesglück als auch zu Vermögen gekommen sei.

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