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ZeitgenossInnen im Gespräch, Sträußelsäle, Wien

ZeitgenossInnen im Gespräch

ZeitgenossInnen im Gespräch, Sträußelsäle, Wien

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Sträußelsäle,
Josefstädter Straße 26, 1080 Wien

Kategorie: Gespräch

Mit: Renata Schmidtkunz, Dr. Irmgard Griss, BiMag. Gertraud Knoll, Barbara Rosenkranz, Dr. Heide Schmidt

ZeitgenossInnen im Gespräch, Sträußelsäle, Josefstädter Straße 26, 1080 Wien

Beschreibung

Das Jahr 2018 steht im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums der Republik Österreichs. Man erinnert sich des Endes des ersten Weltkrieges, des Zerfalls der Donaumonarchie und der Ausrufung der ersten Republik. Beinahe vergessen wird aber die Tatsache, dass mit dem Artikel 9 des Gesetzes über die Staats- und Regierungsform vom 12. November 1918 österreichischen Staatsbürgern zum ersten Mal das "allgemeine, gleiche, direkte und geheime Stimmrecht ohne Unterschied des Geschlechts" eingeräumt wurde.
Frauen durften zum ersten Mal unabhängig von ihrer Steuerleistung aktiv wählen bzw. passiv gewählt werden. Noch öfter vergessen wird, dass das Frauenwahlrecht, das in Europa zum ersten Mal im Jahre 1906 in Finnland eingeführt wurde, nicht ein Nebenprodukt der europaweiten Umwälzungen nach dem ersten Weltkrieg war, sondern das Ergebnis anstrengender emanzipatorischer Frauenbewegungen. Mit der Revolution 1848 wurde die Idee von der durch ihren Mann vertretenen Frau immer mehr in Frage gestellt. Doch dem weiblichen Widerstand wurde Widerstand geleistet: Frauen mussten sich, da ihnen die Gründung von politischen Vereinen untersagt war, in Bildungsvereinen organisieren, ihnen wurde ausschließlich das aktive Wahlrecht eingeräumt oder sie wurden sogar physisch vom Wahllokal ferngehalten.
Obwohl die Sozialdemokraten die ersten waren, die den Ruf der Frauen nach einem gleichen Wahlrecht unterstützen, vertröstete Victor Adler das Anliegen der weiblichen Bevölkerung mit der Begründung, im Kampf gegen das Bürgertum müsse zuerst das Männerwahlrecht gesichert werden, erst dann könne man sich um das der Frauen kümmern. Seit dem Frauenwahlrecht 1918 hat sich viel verändert. Am 16. Februar 1919 zogen zum ersten Mal acht Frauen, Anna Boschek, Emmy Freundlich, Adelheid Popp, Gabriele Proft, Therese Schlesinger, Amelie Seidel, Marie Tusch und Hildegard Burjan in das österreichische Parlament ein. Trotz aller Versuche des Nationalsozialismus, die Frau von der Öffentlichkeit wieder in das Private zurückzudrängen, war die Wahlbeteiligung nach 1945 unter Frauen hoch. Helene Postranecky war als Unterstaatssekretärin für Volksernährung 1945 die erste Frau in einer österreichischen Regierung.
Der neue Feminismus der 70er Jahre legte seinen Fokus auf die sexuelle Freiheit und die finanzielle Unabhängigkeit der Frau. 1979 wurde das Staatssekretariat für allgemeine Frauenfragen etabliert, das Johanna Dohnal leitete. Es wurde 1990 in das Bundesministerium für Frauenangelegenheiten umgewandelt. Als erste Partei nimmt die SPÖ 1985 die Idee der Frauenquote auf, die ÖVP folgt rund zehn Jahre später. Die FPÖ lässt sich bis heute noch nicht dafür begeistern. Doch obwohl Österreich auf etliche Meilensteine in der Politikgeschichte der Frau zurückblicken kann - Freda Meissner-Blau zieht 1986 als Spitzenkandidatin der Grünen in das Parlament ein, Heide Schmidt wurde 1988 erste Generalsekretärin der FPÖ und 1993 Vorsitzende des LIF, Barbara Prammer wurde im Jahr 2006 erste Nationalratspräsidentin – hat es bis heute noch keine Bundespräsidentin gegeben.
Auch das diesjährige Frauenvolksbegehren 2.0 zeugt von einem noch immer nicht ausgeglichenen und unverhältnismäßigen Frauenanteil in politischen und wirtschaftlichen Spitzenpositionen.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz gehen vier ehemalige Präsidentschaftskandidatinnen der Frage nach, wie es sein kann, dass es in Österreich bis heute keine Frau an die politische Spitze geschafft hat und werfen den Blick nicht nur zurück auf vergangene, eigene Erfahrungen, sondern auch nach vorne auf zukünftige Frauenbewegungen.

Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Theater in der Josefstadt und Radio Österreich 1 werden Dr. Irmgard Griss, Mag. Gertraud Knoll, Barbara Rosenkranz und Dr. Heide Schmidt am 25. November 2018 um 11.00 Uhr zu Gast in den Sträußelsälen des Theaters in der Josefstadt sein.

Ausstrahlung auf Ö1: 29. November 2018, 16.05 Uhr und am 30. November um 16.05 Uhr in der Sendereihe "Im Gespräch".

Text: Birgit Allesch


Die nächsten Termine

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Sträußelsäle,
Josefstädter Straße 26, 1080 Wien

Kategorie: Gespräch

Mit: Renata Schmidtkunz, Dr. Irmgard Griss, BiMag. Gertraud Knoll, Barbara Rosenkranz, Dr. Heide Schmidt

ZeitgenossInnen im Gespräch, Sträußelsäle, Josefstädter Straße 26, 1080 Wien

Beschreibung

Das Jahr 2018 steht im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums der Republik Österreichs. Man erinnert sich des Endes des ersten Weltkrieges, des Zerfalls der Donaumonarchie und der Ausrufung der ersten Republik. Beinahe vergessen wird aber die Tatsache, dass mit dem Artikel 9 des Gesetzes über die Staats- und Regierungsform vom 12. November 1918 österreichischen Staatsbürgern zum ersten Mal das "allgemeine, gleiche, direkte und geheime Stimmrecht ohne Unterschied des Geschlechts" eingeräumt wurde.
Frauen durften zum ersten Mal unabhängig von ihrer Steuerleistung aktiv wählen bzw. passiv gewählt werden. Noch öfter vergessen wird, dass das Frauenwahlrecht, das in Europa zum ersten Mal im Jahre 1906 in Finnland eingeführt wurde, nicht ein Nebenprodukt der europaweiten Umwälzungen nach dem ersten Weltkrieg war, sondern das Ergebnis anstrengender emanzipatorischer Frauenbewegungen. Mit der Revolution 1848 wurde die Idee von der durch ihren Mann vertretenen Frau immer mehr in Frage gestellt. Doch dem weiblichen Widerstand wurde Widerstand geleistet: Frauen mussten sich, da ihnen die Gründung von politischen Vereinen untersagt war, in Bildungsvereinen organisieren, ihnen wurde ausschließlich das aktive Wahlrecht eingeräumt oder sie wurden sogar physisch vom Wahllokal ferngehalten.
Obwohl die Sozialdemokraten die ersten waren, die den Ruf der Frauen nach einem gleichen Wahlrecht unterstützen, vertröstete Victor Adler das Anliegen der weiblichen Bevölkerung mit der Begründung, im Kampf gegen das Bürgertum müsse zuerst das Männerwahlrecht gesichert werden, erst dann könne man sich um das der Frauen kümmern. Seit dem Frauenwahlrecht 1918 hat sich viel verändert. Am 16. Februar 1919 zogen zum ersten Mal acht Frauen, Anna Boschek, Emmy Freundlich, Adelheid Popp, Gabriele Proft, Therese Schlesinger, Amelie Seidel, Marie Tusch und Hildegard Burjan in das österreichische Parlament ein. Trotz aller Versuche des Nationalsozialismus, die Frau von der Öffentlichkeit wieder in das Private zurückzudrängen, war die Wahlbeteiligung nach 1945 unter Frauen hoch. Helene Postranecky war als Unterstaatssekretärin für Volksernährung 1945 die erste Frau in einer österreichischen Regierung.
Der neue Feminismus der 70er Jahre legte seinen Fokus auf die sexuelle Freiheit und die finanzielle Unabhängigkeit der Frau. 1979 wurde das Staatssekretariat für allgemeine Frauenfragen etabliert, das Johanna Dohnal leitete. Es wurde 1990 in das Bundesministerium für Frauenangelegenheiten umgewandelt. Als erste Partei nimmt die SPÖ 1985 die Idee der Frauenquote auf, die ÖVP folgt rund zehn Jahre später. Die FPÖ lässt sich bis heute noch nicht dafür begeistern. Doch obwohl Österreich auf etliche Meilensteine in der Politikgeschichte der Frau zurückblicken kann - Freda Meissner-Blau zieht 1986 als Spitzenkandidatin der Grünen in das Parlament ein, Heide Schmidt wurde 1988 erste Generalsekretärin der FPÖ und 1993 Vorsitzende des LIF, Barbara Prammer wurde im Jahr 2006 erste Nationalratspräsidentin – hat es bis heute noch keine Bundespräsidentin gegeben.
Auch das diesjährige Frauenvolksbegehren 2.0 zeugt von einem noch immer nicht ausgeglichenen und unverhältnismäßigen Frauenanteil in politischen und wirtschaftlichen Spitzenpositionen.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz gehen vier ehemalige Präsidentschaftskandidatinnen der Frage nach, wie es sein kann, dass es in Österreich bis heute keine Frau an die politische Spitze geschafft hat und werfen den Blick nicht nur zurück auf vergangene, eigene Erfahrungen, sondern auch nach vorne auf zukünftige Frauenbewegungen.

Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Theater in der Josefstadt und Radio Österreich 1 werden Dr. Irmgard Griss, Mag. Gertraud Knoll, Barbara Rosenkranz und Dr. Heide Schmidt am 25. November 2018 um 11.00 Uhr zu Gast in den Sträußelsälen des Theaters in der Josefstadt sein.

Ausstrahlung auf Ö1: 29. November 2018, 16.05 Uhr und am 30. November um 16.05 Uhr in der Sendereihe "Im Gespräch".

Text: Birgit Allesch


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