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Lüg mich an und spiel mit mir, Vorarlberger Landestheater, Bregenz
Pension Europa 02

Lüg mich an und spiel mit mir

Lüg mich an und spiel mit mir, Vorarlberger Landestheater, Bregenz

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Vorarlberger Landestheater,
Seestrasse 1, A- 6900 Bregenz

Kategorie: Schauspiel

Mit: Martin Gruber, Zeynep Alan, Babett Arens, Dominik Essletzbichler, Daniel Neuhauser


Lüg mich an und spiel mit mir, Vorarlberger Landestheater, Seestrasse 1, A- 6900 Bregenz

Beschreibung

Eine Produktion des aktionstheater ensemble in Koproduktion mit dem Bregenzer Frühling der Landeshauptstadt Bregenz und dem Vorarlberger Landestheater und in Kooperation mit Werk X.

Mit satter Lust und gepflegtem Halbwissen wurde seinerzeit in der gemütlichen „Pension Europa“ (Uraufführung aktionstheater ensemble 2014) über die Vorzüge der Demokratie schwadroniert. Etwaige Bedrohungen aus dem Außen wurden damals nur bedingt als solche wahrgenommen, im Notfall in fröhlicher Champagnerlaune schöngeredet. 
Was gilt es für das aktionstheater ensemble nun aber jetzt zu tun? Wollte man ursprünglich in einem anarchisch dionysischen Akt das Ende der Pandemie feiern, so legt sich nun der Krieg in der Ukraine wie ein Grauschleier über den Frühling in der „Pension Europa“. Meint eine der Akteurinnen, dass das Theater in Zeiten wie diesen leider gar nichts ausrichten kann, versuchen die Anderen, dem Geschehen so etwas wie Erkenntnisgewinn abzuringen. 

Die Lage im zwischen Hoffnung und Apokalypse oszillierenden Ensemble lässt sich nicht, wie noch vor kurzem, einfach schönsaufen. Was her muss, sind ein paar knackige Mantras wie etwa: „Spätestens im Herbst ist alles wieder beim Alten“ oder „Das ist alles ein riesiger Reinigungsprozess“. Diese Affirmationen sollten freilich, einmal ausgesprochen, vom Gegenüber auch wortreich bestätigt werden. Besonders lange scheinen diese Beschwörungsformeln aber nicht zu funktionieren. Nicht nur die Lügen des russischen Bären wollen nicht mehr so recht greifen. Auch die eigenen. Nach penetrantem Eigenlob der polyglotten Ensemblemitglieder auf ihre Herkunft und Kultur besinnen sich diese kurzerhand auf die Vorteile eines „sündig verweichlichten“ Westens und auf das Gemeinsame: auf die Demokratie! Sie meinen plötzlich, in der Idee Europa nicht nur eine wohlstandssichernde Maßnahme zu erkennen. Was dann kommt, ist die Hoffnung, dass unsere lange genug wiederholten Lügen endlich einmal wahr werden.

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Vorarlberger Landestheater,
Seestrasse 1, A- 6900 Bregenz

Kategorie: Schauspiel

Mit: Martin Gruber, Zeynep Alan, Babett Arens, Dominik Essletzbichler, Daniel Neuhauser


Lüg mich an und spiel mit mir, Vorarlberger Landestheater, Seestrasse 1, A- 6900 Bregenz

Beschreibung

Eine Produktion des aktionstheater ensemble in Koproduktion mit dem Bregenzer Frühling der Landeshauptstadt Bregenz und dem Vorarlberger Landestheater und in Kooperation mit Werk X.

Mit satter Lust und gepflegtem Halbwissen wurde seinerzeit in der gemütlichen „Pension Europa“ (Uraufführung aktionstheater ensemble 2014) über die Vorzüge der Demokratie schwadroniert. Etwaige Bedrohungen aus dem Außen wurden damals nur bedingt als solche wahrgenommen, im Notfall in fröhlicher Champagnerlaune schöngeredet. 
Was gilt es für das aktionstheater ensemble nun aber jetzt zu tun? Wollte man ursprünglich in einem anarchisch dionysischen Akt das Ende der Pandemie feiern, so legt sich nun der Krieg in der Ukraine wie ein Grauschleier über den Frühling in der „Pension Europa“. Meint eine der Akteurinnen, dass das Theater in Zeiten wie diesen leider gar nichts ausrichten kann, versuchen die Anderen, dem Geschehen so etwas wie Erkenntnisgewinn abzuringen. 

Die Lage im zwischen Hoffnung und Apokalypse oszillierenden Ensemble lässt sich nicht, wie noch vor kurzem, einfach schönsaufen. Was her muss, sind ein paar knackige Mantras wie etwa: „Spätestens im Herbst ist alles wieder beim Alten“ oder „Das ist alles ein riesiger Reinigungsprozess“. Diese Affirmationen sollten freilich, einmal ausgesprochen, vom Gegenüber auch wortreich bestätigt werden. Besonders lange scheinen diese Beschwörungsformeln aber nicht zu funktionieren. Nicht nur die Lügen des russischen Bären wollen nicht mehr so recht greifen. Auch die eigenen. Nach penetrantem Eigenlob der polyglotten Ensemblemitglieder auf ihre Herkunft und Kultur besinnen sich diese kurzerhand auf die Vorteile eines „sündig verweichlichten“ Westens und auf das Gemeinsame: auf die Demokratie! Sie meinen plötzlich, in der Idee Europa nicht nur eine wohlstandssichernde Maßnahme zu erkennen. Was dann kommt, ist die Hoffnung, dass unsere lange genug wiederholten Lügen endlich einmal wahr werden.

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