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Cold Songs: Rom, Vorarlberger Landestheater, Bregenz
Cold Songs: Rom, Vorarlberger Landestheater, Bregenz

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Vorarlberger Landestheater,
Seestrasse 1, A- 6900 Bregenz

Kategorie: Schauspiel

Mit: PROLOG, Bürger*innenchor des Vorarlberger Landestheaters, Catharina May, CORIOLANUS, Vivienne Causemann / Grégoire Gros / Zoe Hutmacher / Nico Raschner / Jürgen Sarkiss / Bürger*innenchor des Vorarlberger Landestheaters, Catharina May, DER IDEALE STAAT IN MIR, David Kopp, Agnes Kitzler, JULIUS CAESAR, Felix Defèr / Luzian Hirzel / Rahel Jankowski / David Kopp / Tobias Krüger, Johannes Lepper

Cold Songs: Rom, Vorarlberger Landestheater, Seestrasse 1, A- 6900 Bregenz

Beschreibung

PROLOG
Auf dem Karl-Tizian-Platz
Der Auftakt zu COLD SONGS: ROM wird von dem am Vorarlberger Landestheater neu gegründeten Bürger*innenchor mit dem Beginn von Shakespeares CORIOLANUS bestritten. Die römischen Bürger*innen sind auf dem Weg zum Kapitol, wo sie faire Kornpreise einfordern wollen …

CORIOLANUS
William Shakespeare
Von seiner Mutter Volumnia zu einer Kampfmaschine erzogen, erobert Gaius Martius im Feldzug gegen die aufständischen Volsker die Stadt Corioli im Alleingang, worauf er fortan Coriolanus genannt wird. Nun wird ihm sogar das Amt des Konsuls angetragen. Widerwillig beugt sich Coriolanus der politischen Gepflogenheit, das Volk um die Zustimmung zu seiner Wahl zu bitten. Denn er verabscheut das Volk und lässt seinen Pöbeleien gegen die Bürger*innen Roms und die Volkstribunen, deren Amt zur politischen Mitsprache des Volkes neu geschaffen wurde, immer wieder freien Lauf. Für den römischen Staat wird er untragbar und daraufhin verbannt. Coriolanus läuft über zu seinem liebsten Feind Aufidius, dem Anführer der Volsker, mit dem er sich schon so manchen Zweikampf geliefert hat. Gemeinsam mit ihm will er gegen Rom ziehen.
Shakespeare greift mit seinem Coriolanus einen Gründungsmythos des alten Roms auf, der sich auf ein Staatsgebilde mit republikanischen Zügen bezieht. Allerdings schließt die herrschende Klasse das Volk von Wohlstand und politischer Mitsprache weitestgehend aus und macht sich abhängig von seiner militärischen Stärke und somit von Kämpfern wie Coriolanus.

DER IDEALE STAAT IN MIR
Bettina Erasmy (Uraufführung)
Bettina Erasmy hat einen Monolog geschrieben, der Machtfragen, ihre mediale Durchsetzung und Behauptung, in unserer Gegenwart reflektiert. Längst wird das „Was“ vom „Wie“ regiert. Der Influencer hat herkömmliche diktatorische Schreckgestalten abgelöst. Der ideale Staat des Influencers, wie er ihn sich vorstellt, kann in letzter Konsequenz nur unter seiner totalen Kontrolle existieren. Der Staat wird zu seiner Privatangelegenheit und damit inexistent.
Das Platzangebot in der Box ist begrenzt. Bitte rechtzeitig im Kartenbüro reservieren. Wenn Sie bei Ihrem Besuch von COLD SONGS: ROM diesen Monolog nicht sehen können, erhalten Sie eine Freikarte für eine Vorstellung im Laufe der Spielzeit.

PICKNICK UND DEBATTE
Nach CORIOLANUS sind Sie, wenn Sie nicht DER IDEALE STAAT IN MIR besuchen, herzlich ins Foyer und T-Café eingeladen, um mit uns und engagierten Vorarlberger*innen zu debattieren: über Demokratie, Gesellschaft und das, was die Menschen hier bewegt. Die Gesprächspartner*innen des jeweiligen Tages finden Sie ab Mitte September auf unserer Website. Dazu können Sie eine Picknickbox von Hopfner Catering an der Garderobe am Theaterabend kaufen (bitte geben Sie im Kartenbüro vorab Bescheid, wenn Sie eine Picknickbox möchten, dies erleichtert die Organisation). Oder besuchen Sie alternativ die Gastronomie in Theaternähe.

JULIUS CAESAR
William Shakespeare
„Brutus ist ein ehrenwerter Mann, das sind sie alle, alle ehrenwert.“ Es sind Worte scharf wie Messer, diese Worte aus der Rede des Antonius, der nach der Ermordung von Julius Caesar das Volk, das gerade noch den Verschwörern Brutus, Cassius und Casca folgen wollte, zurück gewinnt.
Die Lage ist undurchsichtig in Shakespeares Rom: wer schützt die Interessen des Volks, befördert das Wohlergehen des Landes, wer will sich nur bereichern? Wer ist demokratisch gesinnter Herrscher, wer denkt an Autokratie, gar Tyrannei? Sind die Verschwörer frei von Eigennutz? Eine undurchschaubare Gemengelage. Und das Volk?! Schwierig. Uneins und orientierungslos, wirft es sich den Demagogen, den Populisten in die Arme.
Shakespeares Werk hat nicht an Relevanz verloren, nicht an Gültigkeit als Abbild einer im Ausverkauf befindlichen politischen Klasse, die skrupellos den Ausverkauf des Staates zu betreiben bereit ist. Es fällt nicht schwer, Verbindungen zur Gegenwart zu ziehen, mit ihren ehrenwerten Männern.

Die nächsten Termine

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Vorarlberger Landestheater,
Seestrasse 1, A- 6900 Bregenz

Kategorie: Schauspiel

Mit: PROLOG, Bürger*innenchor des Vorarlberger Landestheaters, Catharina May, CORIOLANUS, Vivienne Causemann / Grégoire Gros / Zoe Hutmacher / Nico Raschner / Jürgen Sarkiss / Bürger*innenchor des Vorarlberger Landestheaters, Catharina May, DER IDEALE STAAT IN MIR, David Kopp, Agnes Kitzler, JULIUS CAESAR, Felix Defèr / Luzian Hirzel / Rahel Jankowski / David Kopp / Tobias Krüger, Johannes Lepper

Cold Songs: Rom, Vorarlberger Landestheater, Seestrasse 1, A- 6900 Bregenz

Beschreibung

PROLOG
Auf dem Karl-Tizian-Platz
Der Auftakt zu COLD SONGS: ROM wird von dem am Vorarlberger Landestheater neu gegründeten Bürger*innenchor mit dem Beginn von Shakespeares CORIOLANUS bestritten. Die römischen Bürger*innen sind auf dem Weg zum Kapitol, wo sie faire Kornpreise einfordern wollen …

CORIOLANUS
William Shakespeare
Von seiner Mutter Volumnia zu einer Kampfmaschine erzogen, erobert Gaius Martius im Feldzug gegen die aufständischen Volsker die Stadt Corioli im Alleingang, worauf er fortan Coriolanus genannt wird. Nun wird ihm sogar das Amt des Konsuls angetragen. Widerwillig beugt sich Coriolanus der politischen Gepflogenheit, das Volk um die Zustimmung zu seiner Wahl zu bitten. Denn er verabscheut das Volk und lässt seinen Pöbeleien gegen die Bürger*innen Roms und die Volkstribunen, deren Amt zur politischen Mitsprache des Volkes neu geschaffen wurde, immer wieder freien Lauf. Für den römischen Staat wird er untragbar und daraufhin verbannt. Coriolanus läuft über zu seinem liebsten Feind Aufidius, dem Anführer der Volsker, mit dem er sich schon so manchen Zweikampf geliefert hat. Gemeinsam mit ihm will er gegen Rom ziehen.
Shakespeare greift mit seinem Coriolanus einen Gründungsmythos des alten Roms auf, der sich auf ein Staatsgebilde mit republikanischen Zügen bezieht. Allerdings schließt die herrschende Klasse das Volk von Wohlstand und politischer Mitsprache weitestgehend aus und macht sich abhängig von seiner militärischen Stärke und somit von Kämpfern wie Coriolanus.

DER IDEALE STAAT IN MIR
Bettina Erasmy (Uraufführung)
Bettina Erasmy hat einen Monolog geschrieben, der Machtfragen, ihre mediale Durchsetzung und Behauptung, in unserer Gegenwart reflektiert. Längst wird das „Was“ vom „Wie“ regiert. Der Influencer hat herkömmliche diktatorische Schreckgestalten abgelöst. Der ideale Staat des Influencers, wie er ihn sich vorstellt, kann in letzter Konsequenz nur unter seiner totalen Kontrolle existieren. Der Staat wird zu seiner Privatangelegenheit und damit inexistent.
Das Platzangebot in der Box ist begrenzt. Bitte rechtzeitig im Kartenbüro reservieren. Wenn Sie bei Ihrem Besuch von COLD SONGS: ROM diesen Monolog nicht sehen können, erhalten Sie eine Freikarte für eine Vorstellung im Laufe der Spielzeit.

PICKNICK UND DEBATTE
Nach CORIOLANUS sind Sie, wenn Sie nicht DER IDEALE STAAT IN MIR besuchen, herzlich ins Foyer und T-Café eingeladen, um mit uns und engagierten Vorarlberger*innen zu debattieren: über Demokratie, Gesellschaft und das, was die Menschen hier bewegt. Die Gesprächspartner*innen des jeweiligen Tages finden Sie ab Mitte September auf unserer Website. Dazu können Sie eine Picknickbox von Hopfner Catering an der Garderobe am Theaterabend kaufen (bitte geben Sie im Kartenbüro vorab Bescheid, wenn Sie eine Picknickbox möchten, dies erleichtert die Organisation). Oder besuchen Sie alternativ die Gastronomie in Theaternähe.

JULIUS CAESAR
William Shakespeare
„Brutus ist ein ehrenwerter Mann, das sind sie alle, alle ehrenwert.“ Es sind Worte scharf wie Messer, diese Worte aus der Rede des Antonius, der nach der Ermordung von Julius Caesar das Volk, das gerade noch den Verschwörern Brutus, Cassius und Casca folgen wollte, zurück gewinnt.
Die Lage ist undurchsichtig in Shakespeares Rom: wer schützt die Interessen des Volks, befördert das Wohlergehen des Landes, wer will sich nur bereichern? Wer ist demokratisch gesinnter Herrscher, wer denkt an Autokratie, gar Tyrannei? Sind die Verschwörer frei von Eigennutz? Eine undurchschaubare Gemengelage. Und das Volk?! Schwierig. Uneins und orientierungslos, wirft es sich den Demagogen, den Populisten in die Arme.
Shakespeares Werk hat nicht an Relevanz verloren, nicht an Gültigkeit als Abbild einer im Ausverkauf befindlichen politischen Klasse, die skrupellos den Ausverkauf des Staates zu betreiben bereit ist. Es fällt nicht schwer, Verbindungen zur Gegenwart zu ziehen, mit ihren ehrenwerten Männern.

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