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Verrückt nach Trost, Universität Mozarteum – Solitär, Salzburg
Thorsten Lensing

Verrückt nach Trost

Verrückt nach Trost, Universität Mozarteum – Solitär, Salzburg

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Universität Mozarteum – Solitär,
Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg

Kategorie: Schauspiel

Mit: Sebastian Blomberg, Anna Grisebach, André Jung, Thorsten Lensing


Verrückt nach Trost, Universität Mozarteum – Solitär, Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg

Beschreibung

In deutscher Sprache
mit englischen Übertiteln

Die Kinder Charlotte und Felix spielen am Strand ihre toten Eltern. Ein Ritual, das die Geschwister seit Jahren pflegen. Es ist Flut. Die erotische Spannung zwischen den Eltern ist mit Händen zu greifen. Charlotte beobachtet in ihrer Rolle als Mutter, wie sich die Kinder auf der Sandbank mit Quallen bewerfen, und ist über deren tierquälerische Grausamkeit tief verstört. In die von Charlotte und Felix nachgespielten Duelle der toten Eltern bricht immer wieder auch eine Komik ein, die gleichzeitig Ausdruck und Überwindung der Trauer der allein zurückgebliebenen Geschwister ist.

Die Zuschauer*innen begleiten Charlotte und Felix über mehrere Jahrzehnte, von der Kindheit bis ins hohe Alter, sodass sie am Ende gemeinsame Erinnerungen mit ihnen teilen. An diesem Theaterabend begegnen uns hungrige Babys auf riesigen Parkplätzen, verletzte Stabhochspringerinnen, sprechende Tintenfische, todessehnsüchtige Taucher, Kühe am Schlachttag und Sterbende, die in einem Altenheim auf ihren Tod warten. Sie alle sind getrieben von einer großen Sehnsucht: nach dem Gefühl, richtig am Leben zu sein.

CHARLOTTE
Was meinst du wohl, warum ich nachts kaum schlafe? Das mache ich absichtlich, ich zwinge mich, wach zu bleiben, damit ich am Tag erschöpft bin. Nur so bin ich für andere Menschen überhaupt erträglich, sonst mache ich alle platt. Damit ist jetzt Schluss, ab jetzt schlafe ich durch.

FELIX
Wie umarme ich eine Frau so, dass sie denkt, dass ich der Richtige bin?
Ich mach mal und du sagst, was nicht gut war.

CHARLOTTE
Stopp! Vorher in die Augen schauen.

Felix schaut Charlotte in die Augen.

FELIX
So gut?

CHARLOTTE
Richtig schauen. Nicht so tun als ob. Direkt in die Augen reinschauen, nicht dran vorbei. Ich muss spüren, dass du mich siehst. So wie Papa es bei Mama gemacht hat.

Felix schaut Charlotte an.

Thorsten Lensing arbeitet seit Mitte der 1990er-Jahre als freier Regisseur. Er produzierte und inszenierte seitdem 15 Theaterabende. Seine Inszenierungen entstehen als freie Produktionen in Koproduktion etwa mit dem Schauspielhaus Zürich, dem Schauspiel Stuttgart, dem Schauspiel Frankfurt, den Berliner Festspielen, dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, den Sophiensælen in Berlin, dem Theater im Pumpenhaus in Münster, den Ruhrfestspielen Recklinghausen, Kampnagel Hamburg, deSingel in Antwerpen und der Volksbühne Berlin. Nach den erfolgreichen Romanbearbeitungen von Fjodor M. Dostojewskis Die Brüder Karamasow (Friedrich-Luft-Preis für die beste Berliner Aufführung im Jahr 2014) und David Foster Wallaces Unendlicher Spaß (Berliner Theatertreffen 2019) schreibt Thorsten Lensing zum ersten Mal ein eigenes Stück für das Theater, genauer gesagt für die Schauspieler*innen Sebastian Blomberg, Anna Grisebach, André Jung, Ursina Lardi und Devid Striesow, mit denen er teilweise schon seit 20 Jahren zusammenarbeitet.

Thierry Mousset



Copyright Bilder:
© Bildrecht Wien, 2021

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Universität Mozarteum – Solitär,
Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg

Kategorie: Schauspiel

Mit: Sebastian Blomberg, Anna Grisebach, André Jung, Thorsten Lensing


Verrückt nach Trost, Universität Mozarteum – Solitär, Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg

Beschreibung

In deutscher Sprache
mit englischen Übertiteln

Die Kinder Charlotte und Felix spielen am Strand ihre toten Eltern. Ein Ritual, das die Geschwister seit Jahren pflegen. Es ist Flut. Die erotische Spannung zwischen den Eltern ist mit Händen zu greifen. Charlotte beobachtet in ihrer Rolle als Mutter, wie sich die Kinder auf der Sandbank mit Quallen bewerfen, und ist über deren tierquälerische Grausamkeit tief verstört. In die von Charlotte und Felix nachgespielten Duelle der toten Eltern bricht immer wieder auch eine Komik ein, die gleichzeitig Ausdruck und Überwindung der Trauer der allein zurückgebliebenen Geschwister ist.

Die Zuschauer*innen begleiten Charlotte und Felix über mehrere Jahrzehnte, von der Kindheit bis ins hohe Alter, sodass sie am Ende gemeinsame Erinnerungen mit ihnen teilen. An diesem Theaterabend begegnen uns hungrige Babys auf riesigen Parkplätzen, verletzte Stabhochspringerinnen, sprechende Tintenfische, todessehnsüchtige Taucher, Kühe am Schlachttag und Sterbende, die in einem Altenheim auf ihren Tod warten. Sie alle sind getrieben von einer großen Sehnsucht: nach dem Gefühl, richtig am Leben zu sein.

CHARLOTTE
Was meinst du wohl, warum ich nachts kaum schlafe? Das mache ich absichtlich, ich zwinge mich, wach zu bleiben, damit ich am Tag erschöpft bin. Nur so bin ich für andere Menschen überhaupt erträglich, sonst mache ich alle platt. Damit ist jetzt Schluss, ab jetzt schlafe ich durch.

FELIX
Wie umarme ich eine Frau so, dass sie denkt, dass ich der Richtige bin?
Ich mach mal und du sagst, was nicht gut war.

CHARLOTTE
Stopp! Vorher in die Augen schauen.

Felix schaut Charlotte in die Augen.

FELIX
So gut?

CHARLOTTE
Richtig schauen. Nicht so tun als ob. Direkt in die Augen reinschauen, nicht dran vorbei. Ich muss spüren, dass du mich siehst. So wie Papa es bei Mama gemacht hat.

Felix schaut Charlotte an.

Thorsten Lensing arbeitet seit Mitte der 1990er-Jahre als freier Regisseur. Er produzierte und inszenierte seitdem 15 Theaterabende. Seine Inszenierungen entstehen als freie Produktionen in Koproduktion etwa mit dem Schauspielhaus Zürich, dem Schauspiel Stuttgart, dem Schauspiel Frankfurt, den Berliner Festspielen, dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, den Sophiensælen in Berlin, dem Theater im Pumpenhaus in Münster, den Ruhrfestspielen Recklinghausen, Kampnagel Hamburg, deSingel in Antwerpen und der Volksbühne Berlin. Nach den erfolgreichen Romanbearbeitungen von Fjodor M. Dostojewskis Die Brüder Karamasow (Friedrich-Luft-Preis für die beste Berliner Aufführung im Jahr 2014) und David Foster Wallaces Unendlicher Spaß (Berliner Theatertreffen 2019) schreibt Thorsten Lensing zum ersten Mal ein eigenes Stück für das Theater, genauer gesagt für die Schauspieler*innen Sebastian Blomberg, Anna Grisebach, André Jung, Ursina Lardi und Devid Striesow, mit denen er teilweise schon seit 20 Jahren zusammenarbeitet.

Thierry Mousset



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© Bildrecht Wien, 2021

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