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Wer hat meinen Vater umgebracht | Der Vater, Schauspielhaus Salzburg/Studio, Salzburg

Wer hat meinen Vater umgebracht | Der Vater

Wer hat meinen Vater umgebracht | Der Vater, Schauspielhaus Salzburg/Studio, Salzburg

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Schauspielhaus Salzburg/Studio,
Erzabt-Klotz-Straße 22, 5020 Salzburg

Kategorien: Schauspiel, Performance

Mit: Gerhard Willert, Wolfgang "Fadi" Dorninger

Wer hat meinen Vater umgebracht | Der Vater, Schauspielhaus Salzburg/Studio, Erzabt-Klotz-Straße 22, 5020 Salzburg

Beschreibung

Der aufstrebende Autor Édouard Louis klagt den französischen Staat an, der seinen Vater in Krankheit und Armut getrieben hat. In einem hochemotionalen und brandaktuellen Monolog erzählt der Sohn die Lebensgeschichte seines Vaters: Von einem Mann, der in einem von Gewalt, Alkoholismus und schwerer Arbeit geprägten Umfeld aufgewachsen ist und der sich sein Leben lang zutiefst für den eigenen Bildungsmangel, den vorgegebenen Lebensentwurf schämt.

„Weil ich gescheitert war, gehörte mein Leben nicht mehr mir“. Stéphanie Chaillou lässt in ihrem packenden Monolog einen Mann sprechen, dessen Scheitern als Landwirt ihn in einen Abgrund aus Selbstzweifeln und Existenzangst stürzen lässt. Der Familienvater wird erdrückt unter dem Urteil der anderen, die sein Leben mit beiläufiger Niedertracht als öffentliches Gut behandeln. Die völlige Entwertung des Individuums angesichts des wirtschaftlichen Versagens bricht den Protagonisten psychisch ebenso absolut wie die Vaterfigur Louis‘ physisch zerstört wird. Die Armut als soziales Brandmal, das jeden treffen kann, und der Niedergang des eigenen Männlichkeitsbildes sind die treibenden Kräfte hinter dieser Seelenbeichte.

Bei Édouard Louis spricht der Sohn für den stummen Vater und berichtet in Momentaufnahmen vom Leben eines Mannes, der verloren hat und dem nun nichts weiter bleibt, als zu hoffen, dass seine Kinder nicht in denselben Abgrund laufen. Stéphanie Chaillou gibt einem Vater das Wort, der die Hässlichkeit der Menschen erkennt, als er selbst den sozialen Abstieg erlebt. Beide Texte bearbeiten die schwierige Beziehung zwischen Vater und Kind, in einem gebeutelten Frankreich. Sie stehen stellvertretend für eine Entwicklung, die ganz Europa in Aufruhr versetzt.


Édouard Louis wurde 1991 geboren. Sein autobiographischer Debütroman "Das Ende von Eddy", in dem er von seiner Kindheit und Flucht aus prekärsten Verhältnissen in einem nordfranzösischen Dorf erzählt, sorgte 2015 für großes Aufsehen. Das Buch wurde zu einem internationalen Bestseller und machte Louis zum literarischen Shootingstar. Sein zweiter Roman "Im Herzen der Gewalt" erschien 2016 und wird verfilmt. Édouard Louis' Bücher erscheinen in 30 Ländern. Im Sommer 2018 war er Samuel Fischer-Gastprofessor an der Freie Universität Berlin, wo er den Begriff der "konfrontativen Literatur" prägte. Zur selben Zeit adaptierte Thomas Ostermeier den Roman "Im Herzen der Gewalt" für die Schaubühne Berlin. Édouard Louis lebt in Paris.

Stéphanie Chaillou
, geboren 1969, trat zunächst als Lyrikerin in Erscheinung. Aus ihrem ersten Roman, dem mehrfach ausgezeichneten "Der verunsicherte Mann" entstand das Theaterstück "Der Vater", das im Herbst 2018 in der Regie von Julien Gosselin in Paris Furore machte. Nach ihrem zweiten Roman "Alice oder die Wahl der Waffen" erschien kürzlich "Der Lärm der Welt". Augenblicklich arbeitet sie an einem Stück mit dem Arbeitstitel "Ringo oder der neue Sohn".

Die nächsten Termine

Spielstätte und Infos

Spielstätte: Schauspielhaus Salzburg/Studio,
Erzabt-Klotz-Straße 22, 5020 Salzburg

Kategorien: Schauspiel, Performance

Mit: Gerhard Willert, Wolfgang "Fadi" Dorninger

Wer hat meinen Vater umgebracht | Der Vater, Schauspielhaus Salzburg/Studio, Erzabt-Klotz-Straße 22, 5020 Salzburg

Beschreibung

Der aufstrebende Autor Édouard Louis klagt den französischen Staat an, der seinen Vater in Krankheit und Armut getrieben hat. In einem hochemotionalen und brandaktuellen Monolog erzählt der Sohn die Lebensgeschichte seines Vaters: Von einem Mann, der in einem von Gewalt, Alkoholismus und schwerer Arbeit geprägten Umfeld aufgewachsen ist und der sich sein Leben lang zutiefst für den eigenen Bildungsmangel, den vorgegebenen Lebensentwurf schämt.

„Weil ich gescheitert war, gehörte mein Leben nicht mehr mir“. Stéphanie Chaillou lässt in ihrem packenden Monolog einen Mann sprechen, dessen Scheitern als Landwirt ihn in einen Abgrund aus Selbstzweifeln und Existenzangst stürzen lässt. Der Familienvater wird erdrückt unter dem Urteil der anderen, die sein Leben mit beiläufiger Niedertracht als öffentliches Gut behandeln. Die völlige Entwertung des Individuums angesichts des wirtschaftlichen Versagens bricht den Protagonisten psychisch ebenso absolut wie die Vaterfigur Louis‘ physisch zerstört wird. Die Armut als soziales Brandmal, das jeden treffen kann, und der Niedergang des eigenen Männlichkeitsbildes sind die treibenden Kräfte hinter dieser Seelenbeichte.

Bei Édouard Louis spricht der Sohn für den stummen Vater und berichtet in Momentaufnahmen vom Leben eines Mannes, der verloren hat und dem nun nichts weiter bleibt, als zu hoffen, dass seine Kinder nicht in denselben Abgrund laufen. Stéphanie Chaillou gibt einem Vater das Wort, der die Hässlichkeit der Menschen erkennt, als er selbst den sozialen Abstieg erlebt. Beide Texte bearbeiten die schwierige Beziehung zwischen Vater und Kind, in einem gebeutelten Frankreich. Sie stehen stellvertretend für eine Entwicklung, die ganz Europa in Aufruhr versetzt.


Édouard Louis wurde 1991 geboren. Sein autobiographischer Debütroman "Das Ende von Eddy", in dem er von seiner Kindheit und Flucht aus prekärsten Verhältnissen in einem nordfranzösischen Dorf erzählt, sorgte 2015 für großes Aufsehen. Das Buch wurde zu einem internationalen Bestseller und machte Louis zum literarischen Shootingstar. Sein zweiter Roman "Im Herzen der Gewalt" erschien 2016 und wird verfilmt. Édouard Louis' Bücher erscheinen in 30 Ländern. Im Sommer 2018 war er Samuel Fischer-Gastprofessor an der Freie Universität Berlin, wo er den Begriff der "konfrontativen Literatur" prägte. Zur selben Zeit adaptierte Thomas Ostermeier den Roman "Im Herzen der Gewalt" für die Schaubühne Berlin. Édouard Louis lebt in Paris.

Stéphanie Chaillou
, geboren 1969, trat zunächst als Lyrikerin in Erscheinung. Aus ihrem ersten Roman, dem mehrfach ausgezeichneten "Der verunsicherte Mann" entstand das Theaterstück "Der Vater", das im Herbst 2018 in der Regie von Julien Gosselin in Paris Furore machte. Nach ihrem zweiten Roman "Alice oder die Wahl der Waffen" erschien kürzlich "Der Lärm der Welt". Augenblicklich arbeitet sie an einem Stück mit dem Arbeitstitel "Ringo oder der neue Sohn".

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